Altersvorsorge für Frauen

Aufwachen aus dem Dornröschenschlaf

Frauen und ihre Altersvorsorge

Eine Befragung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge von 1.052 Frauen zwischen 30 und 59 Jahren zeigt, dass zwei Drittel aller Frauen glauben, im Alter nicht genug Geld zu haben. Gleichzeitig aber sind mehr als 75% heute nicht zum Konsumverzicht zugunsten der Altersvorsorge bereit. Sie verlassen sich im Alter lieber auf den Partner oder den Staat. Cinderella-Komplex nennt die Wissenschaft „die heimliche Angst der Frauen vor der Unabhängigkeit“. Irgendwo tief drinnen scheint es noch verankert zu sein, das Gefühl nicht wirklich zum Broterwerb geboren zu sein. Aber der schöne Prinz kommt nur im Märchen. Heute wechselt jeder dritte Prinz sein Burgfräulein. Doch genau das ist im Altersvorsorgesystem der „ehelichen Zugewinngemeinschaft“ eben nicht vorgesehen. Und dann wird es für frau eng, weil auch der Zugewinnausgleich aus einer Altersvorsorge nicht zwei machen kann.

Hält der Bund fürs Leben, bleibt das Risiko, den Mustergatten statistisch um acht Jahre zu überleben. Und das allein mit einer „Witwenrente“, die auch nach 40 Jahren Höchstbeiträgen unter € 600 liegt – zum heutigen Preisniveau! Gerade Familien mit überdurchschnittlichen Einkünften realisieren nicht, wie hoch der Brotkorb in späteren Jahren hängen wird: Mehr als zwei Drittel der befragten Frauen überschätzen ihre Rentenansprüche, 21% um mehr als die Hälfte, weitere 25% immerhin noch um ein Viertel. 66 Prozent aller Frauen haben überhaupt keinen Anspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Und bei denen, die Leistungen beziehen können, klafft schon heute eine Versorgungslücke von mehr als € 500 monatlich. Trotzdem sorgen nur 32% der Hausfrauen privat vor. Die damit verbundenen Abhängigkeiten sind den Frauen wohl bewusst, führen aber nicht zu entsprechenden Handlungen.

Um Versorgungslücken im Alter vorzubauen, bieten sich maßgeschneiderte Altersversorgungsmodelle für Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen an. Die Flexibilität ermöglicht es, gezielt individuelle Versorgungslücken zu schließen und auf veränderte Lebenssituationen zu reagieren. Denn Frauen brauchen Versorgungslösungen, die so flexibel sind, dass sie mit geplanten und ungeplanten Veränderungen Schritt halten können.
Speziell junge Frauen mit Familienplanung sollten die Lebensphase mit eigenem Einkommen nach Abschluss der Ausbildung und vor Beginn der Familienphase dazu nutzen, sich bereits in jungen Jahren eine eigene Altersversorgung aufzubauen. Auch für Frauen, die sich nur für einen begrenzten Zeitraum finanziell festlegen wollen, bieten sich heute attraktive Lösungen.